Brustverkleinerung

Op-Dauer ca. 2 bis 3 Stunden
Narkose Vollnarkose
Klinikaufenthalt 1 bis 2 Tage
Sportfähig Nach 6 Wochen (Vorsicht bei Sportarten wie Tennis)
etwaige Begleiterscheiungen Nachblutungen, Teil der Brustwarze kann sich schwarz verfärben,
Asymmetrie der Brustwarzen, Narbenbildung unvorhersehbar,
endgültige Form nach 3 bis 6 Monaten

Patienteninformation

Große Brüste können sowohl erhebliche körperliche Beschwerden, als auch eine starke psychische Belastung verursachen.

Übergewicht sollte vor einer operativen Brustverkleinerung und / oder Bruststraffung Diät reduziert werden.

Allgemeine Informationen über Verkleinerung und Straffung

Bevor Sie eine operative Korrektur Ihrer Brust vornehmen, lesen Sie bitte folgende Informationen gründlich durch:

Die Mehrzahl der Operationen an der Brust wird aus Gründen der Gewichtsreduktion und zur Linderung der mit einer großen Brust verbundenen Beschwerden durchgeführt. Neben einer spürbaren körperlichen Erleichterung und Bewegungsfreiheit gibt Ihnen eine kleine Brust oft viel bessere Möglichkeiten bei der Auswahl der Kleidung, eine Tatsache die Ihre Entscheidung zu einer Brustverkleinerung dadurch zusätzlich positiv beeinflusst. Sollten Sie sich mit dem Gedanken tragen oder von uns den eindringlichen Rat bekommen haben, Ihr Gewicht zu reduzieren, dann sollten Sie unter allen Umständen vor der Operation abnehmen. Häufig gibt leider erst die neu erwachte Eitelkeit nach der Operation dazu den Anstoß, wenn der Bauch nicht mehr zu den jetzt jungendlichen Brüsten passt. Diese würden bei einer Gewichtsabnahme jedoch erneut erschlaffen und das zunächst schöne Ergebnis beeinträchtigen.

Narkose und Klinikaufenthalt

Narkose

Die zwei bis drei Stunden dauernde Operation erfolgt in Vollnarkose, die von Ärzten für Anästhesiologie durchgeführt wird. Die dafür notwendigen Voruntersuchungen sollten Sie vorher durchführen lassen und mitbringen.

Klinikaufenthalt

Während des Klinikaufenthaltes sollten die Oberarme nicht weit vom Brustkorb abgehoben werden, damit die Wunden in der Brust in Ruhe heilen können. Am 2. Tag nach der Operation werden die beiden Drainagen entfernt. Sie erleichtern die Verbandwechsel, wenn Sie Nachthemden, die vorne aufzuknöpfen sind, mitbringen. Die Fäden im Bereich der Brustwarzensollten nach 1 bis 2 Wochen, die Fäden unterhalb der Brust erst nach 3 bis 5 Wochen in der Klinik gezogen werden. Während der ersten drei Wochen kann ein weicher Büstenhalter getragen werden, die Oberarme sollten möglichst nicht über die Horizontale gehoben werden. Wenn die Wundheilung normal abläuft, können Sie nach dem 8. Tag duschen und baden. Mit Schwimmen und Sport, insbesondere Tennis, sollte erst nach 6 Wochen wieder begonnen werden.

Operationsmethode

Je nach Ausgangsbefund, wird für Sie eine von drei Operations – methoden in Betracht gezogen. Bei einer extrem großen Brust, deren Gewicht bereits zu deutlichen Einschnürungen über den Schultern durch den Büstenhalter geführt hat, so dass weit mehr als 3/4 des Brustgewebes entfernt werden muss, wird ausnahmsweise eine Brustverkleinerung mit freier Transplantation der Brustwarzen durchgeführt. Da hierbei die Brustwarze vom Drüsenkörper abgetrennt werden muss, ist Stillen nach der Operation nicht mehr möglich. Sensibilität und Erektionsfähigkeit der Brustwarze bleiben danach vermindert.

Sollten bei einer großen Brust bei der Operation nur etwa 2/3 bis 1/2 des Brustgewebes entfernt werden, so bleibt die Brustwarze auf dem Drüsenkörper erhalten und wird mit diesem lediglich an höherer Stelle eingenäht. Hierbei bleibt eine verminderte Stillfähigkeit erhalten. Die Sensibilität der Brustwarzen kehrt in der Regel innerhalb von sechs Monaten nach der Brustverkleinerung zurück.

Wenn es sich um eine kleine oder “normal” große Brust mit sehr schlaffem Bindegewebe handelt, die ihre Form nach einer Schwangerschaft, einer Abmagerungskur oder nach Einnahme der “Pille” verloren hat, so wird auf ähnliche Weise lediglich eine Straffung der Brusthaut durchgeführt. Dabei wird die Haut unterhalb der Brustwarze entfernt, der Brustdrüsenkörper nach oben versetzt und aus der belassenen Haut eine neue Brust geformt. Die Stillfähigkeit wird dabei nicht beeinträchtigt, die Sensibilität nur kurzzeitig vermindert. Alle Nähte werden intrakutan gelegt, d. h. in der Haut versenkt, so dass später keine Stichkanäle sichtbar sind.

Komplikationen

Da die Brust ein sehr blutreiches Organ ist, kann es insbesondere bei Patientinnen mit schwankendem Blutdruck zu einer Nachblutung kommen. Aus diesem Grund legen wir während der ersten zwei Tage Drainage-Röhrchen ein. Wundheilungsstörungen treten bei sehr dünner Haut der Brust manchmal unterhalb der Brustwarzen, im Bereich der größten Spannung auf, heilen jedoch ohne Beeinträchtigungen oder auffällige Narben innerhalb von 3 bis 4 Wochen nach der Brustverkleinerung ab. Ein Absterben der Brustwarzen ist eine mögliche, jedoch sehr seltene Komplikation; bei extrem großen Brüsten oder Blutungen kann eventuell ein Teil einer Brustwarze schwarz werden. Dies führt dann zu einer Asymmetrie, die ca. 6 Monate später in örtlicher Betäubung korrigiert werden kann. Ebenso werden selbstverständlich alle breit gewordenen Narben, kleine Tüten an den Enden der Narben und etwaige Asymmetrien der Brustwarzen später korrigiert. Die Narbenbildung ist individuell sehr unterschiedlich und nicht vorhersehbar; bei einer Brustverkleinerung fallen sie jedoch meistens nur in der Unterbrustfalte für einige Monate auf. Ihre endgültige Form wird die Brust erst 3 bis 6 Monate nach der Operation erlangen; so lange brauchen die inneren Narben zur vollständigen Rückbildung.

Menstruation

Vor und während der Periode besteht eine Verstärkte Blutungsneigung, welche sowohl die Operationsdauer, als auch das kosmetische Resultat beeinträchtigen kann. Falls Sie zu auffälligen blauen Flecken neigen oder lang anhaltende Blutungen bei Bagatellenverletzungen erlebt haben, sollte eine Gerinnungsstörung durch eine spezielle Untersuchung (großer Gerinnungsstatus) vor der Brustverkleinerung ausgeschlossen werden. Die Einnahme von Schmerzmitteln, z.B. Aspirin oder Rheumamittel, setzt die Blutgerinnung herab. Um unnötige Blutungen zu vermeiden, sollten Sie diese unbedingt, nach Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt, ca. zwei Woche vorher absetzen.