Bruststraffung

Op-Dauer ca. 2 bis 3 Stunden
Narkose Vollnarkose
Klinikaufenthalt 2 bis 3 Tage, Tragen eines speziellen Korsetts in den ersten 3 Wochen erforderlich
Sportfähig Nach 8 Wochen
etwaige Begleiterscheinungen Wundheilungstörungen bei dünner Haut, eventuelle Asymmetrie der Brustwarzen,
Narbenbildung unvorhersehbar, endgültige Brustform erst nach 3 bis 6 Monaten

 

Aktuelle Informationen zur Bruststraffung finden Sie auf der neuen Seite der Beethoven 5.13 Klinik unter Bruststraffung.

Patienteninformation

Verkleinerungs- und Straffungsoperationen an der Brust werden aus Gründen der Gewichtsreduktion, sowie zur Linderung der mit einer zu großen Brust verbundenen körperlichen und psychischen Beschwerden durchgeführt. Neben einer spürbaren körperlichen Erleichterung und Bewegungsfreiheit erlaubt Ihnen die operativ verkleinerte Brust größere Möglichkeiten, z.B. bei der Ausübung sportlicher Aktivitäten, des Berufes, und in der Auswahl Ihrer Kleidung. Sie gewinnen mehr Selbstvertrauen und Sicherheit im persönlichen Auftreten und im Umgang mit anderen Personen oder dem eigenen Partner.

Sollten Sie sich mit dem Gedanken tragen oder von Seiten Ihres Arztes den eindringlichen Rat bekommen haben, Ihr Gewicht zu reduzieren, so nehmen sie bitte möglichst vor der Operation ab. Häufig gibt leider erst das neuerwachte Körperbewußtsein nach der Bruststraffung dazu den Anstoß, wenn die übrigen Proportionen nicht mehr zu den neugeformten Brüsten passt. Diese können bei einer Gewichtsabnahme nach der Operation jedoch erneut erschlaffen und das ästhetisch schöne Ergebnis beeinträchtigen.

Die Operationsverfahren

Handelt es sich um eine kleine oder normal große, aber sehr schlaffe Brust, die ihre Form nach der Schwangerschaft, einer Abmagerungskur oder nach Einnahme der “Pille” verloren hat, so wird auf ähnliche Weise lediglich eine Straffung der Brusthaut durchgeführt. Dabei wird die Haut unterhalb der Brustwarze entfernt, der Brustdrüsenkörper nach oben versetzt und aus der belassenen Haut eine neue Brust geformt. Die Stillfähigkeit wird dabei nicht beeinträchtigt, die Sensibilität nur kurzzeitig vermindert. Alle Nähte werden intracutan gelegt, d. h. in der Haut versenkt, so dass später keine Stichkanäle zu sehen sind.

Sollten bei der Bruststraffung etwa 2/3 bis 1/2 des Brustgewebes entfernt werden, so bleibt die Brustwarze auf dem Drüsenkörper erhalten und wird mit diesem lediglich an höherer Stelle eingenäht. Hierbei bleibt eine verminderte Stillfähigkeit erhalten. Die Sensibilität der Brustwarzen kehrt in der Regel innerhalb von sechs Monaten zurück.

Bei einer extrem großen Brust, deren Gewicht bereits zu deutlichen Einschnürungen über den Schultern durch den Büstenhalter geführt hat, so dass weit mehr als ¾ des Brustgewebes entfernt werden muss, wird ausnahmsweise eine Reduktion der Brust mit freier Transplantation der Brustwarzen durchgeführt. Da hierbei die Brustwarze vom Drüsenkörper abgetrennt werden muss, ist ein Stillen nach der Operation nicht mehr möglich. Sensibilität und Erektionsfähigkeit der Brustwarze bleiben danach vermindert.

Narkose und Klinikaufenthalt

Narkose

Die zwei bis drei Stunden dauernde Bruststraffung erfolgt in Vollnarkose, die von einem Facharzt für Anästhesiologie durchgeführt wird. Die dafür notwendigen Voruntersuchungen sollten Sie vorher durchführen lassen und mitbringen.

Der Klinikaufenthalt

Im Anschluss an Ihren Bruststraffungseingriff verbleiben Sie für 2-3 Tage in unserer Klinik. Am 2. Tag nach der Operation werden zwei am Ende des Eingriffs eingebrachte Drainageschläuche, welche eventuell entstehendes Wundsekret ableiten sollen, entfernt. Die Fäden im Bereich der Brustwarzen sollten nach 1 bis 2 Wochen, die Fäden unterhalb der Brust erst nach 3 Wochen in der Klinik gezogen werden. Während der ersten drei Wochen werden Sie einen speziellen Büstenhalter tragen, den Sie in unserer Klinik erhalten. Die Oberarme sollten möglichst nicht über die Horizontale gehoben werden. Nach Abnahme des Verbandes (um dem 8. Tag) können Sie duschen, aber bitte noch nicht baden. Schwimmen und andere Sportarten, sollten Sie erst nach 8 Wochen wieder aufnehmen.

Komplikationen

Da die Brust ein sehr blutreiches Organ ist, kann es insbesondere bei Patientinnen mit schwankendem Blutdruck zu einer Nachblutung kommen. Aus diesem Grund legen wir während der Operation die bereits erwähnten Drainageschläuche ein. Die Einnahme von Schmerzmitteln, z. B. Aspirin oder Rheumamitteln, setzt die Blutgerinnung herab. Um unnötige Blutungen zu vermeiden sollten Sie diese unbedingt, nach Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt, zwei Wochen vor der Bruststraffung absetzen! Wundheilungsstörungen treten in sehr dünner Haut der Brust manchmal unterhalb der Brustwarzen im Bereich der größten Spannung auf, heilen jedoch ohne Beeinträchtigungen oder auffällige Narben innerhalb von 3 bis 4 Wochen ab. Bei extrem großen Brüsten oder Blutungen kann in seltenen Fällen ein Teil einer Brustwarze eine Asymmetrie aufweisen, die ca. 6 Monate später in örtlicher Betäubung korrigiert werden kann. Die Narbenbildung ist individuell sehr unterschiedlich und nicht vorhersehbar. Die endgültige Form wird Ihre Brust erst 3 bis 6 Monate nach der Operation erlangen; so lange brauchen die inneren Narben zur vollständigen Ausheilung.

Krebsvorsorge

Durch Entfernung eines großen Teils Ihres Brustgewebes ist für Sie auch das Brustkrebsrisiko, mit dem jede 10. Frau im Laufe Ihres Lebens behaftet ist, wesentlich geringer geworden. Selbstverständlich wird das entfernte Gewebemikroskopisch untersucht und Ihnen das Ergebnis zu einem späteren Zeitpunkt mitgeteilt. Dennoch sind nach der Bruststraffung dieselben Krebsvorsorge-Untersuchungen bei Ihrem Frauenarzt weiterhin notwendig. Bei weiteren Fragen zur vorgesehenen Operation können Sie sich selbstverständlich jederzeit gerne an uns wenden.