Bauchdeckenstraffung

Nach einer starken Gewichtsabnahme, einer Schwangerschaft oder einfach durch den Verlust der Hautelastizität kann sich der Hautmantel im Bereich des Bauches vergrößern, so dass eine Bauchdeckenstraffung (Abdominoplastik) notwendig wird.

Op-Dauer 2 bis 3 Stunden
Narkose Vollnarkose
Klinikaufenthalt 1 bis 2 Tage; danach 4 bis 6 Wochen lang konsequentes (Tag und Nacht),
Tragen einer angepassten Kompressionskleidung
Sportfähig Nach 4 Wochen
etwaige Begleiterscheinungen Große Gefahr einer Nachblutung, eingeschränkte Beweglichkeit inden ersten Tagen nach der OP (Bettruhe), schrittweise Mobilisation durch das Tragen einer Kompressionsware

Aktuelle Informationen zur Bauchdeckenstraffung, auch bei einer Rektusdiastase, finden Sie auf der neuen Seite der Beethoven 5.13 Klinik unter Bauchdeckenstraffung.

Patienteninformation

Bevor Sie eine operative Bauchdeckenstraffung vornehmen, lesen Sie bitte folgende Informationen gründlich durch:

Die Erschlaffung der Bauchdecke rührt oft von einer Schwangerschaft oder einer starken Gewichtsabnahme her. Dabei ist die Bauchdecke nicht durch das Kind “überdehnt” worden, sondern schon vor seinem Größenwachstum im Mutterleib durch Schwangerschaftshormone gelockert worden. Deshalb hat auch jede anschließende Gymnastik wenig Einfluss auf die Rückbildung. Jetzt stören Sie die vielen kleinen Falten (Striae), der zurückgebliebene Wulst im Unterbauch und die Erschlaffung der Muskulatur. In seltenen Fällen bleibt nach einer starken Gewichtsreduktion eine “Fettschürze” zurück, die nicht nur ästhetisch, sondern auch funktionell stören kann. Auch können beim Auseinanderweichen der geraden Bauchmuskeln (Rectusdiastase) echte Beschwerden vorliegen. Obwohl nur die Haut des Unterbauches zwischen Nabel und Schamhaaren entfernt wird, handelt es sich bei der Bauchdeckenstraffung um einen größeren Eingriff, der z.B. mit einer Gallenblasenoperation vergleichbar ist. Andererseits erfolgt eine raschere Erholung, d.h. dass die wesentlichen Beschwerden bereits am nächsten Tag abgeklungen sind.

Übergewicht

Nur jede fünfte Frau kommt zu uns weil sie eine faltige Bauchdecke hat, die nicht zu ihrer sonst schlanken Erscheinung passt. Meistens sind es übergewichtige Frauen, die vor der Operation, Ihr Normalgewicht anstreben sollten. Je lockerer die Bauchhaut und je geringer der Bauchumfang ist, desto größer ist der Effekt einer operativen Bauchdeckenstraffung. Dreiviertel des Fettgewebes liegen zwischen den Därmen, so dass es wenig Sinn hat, die Haut über einem dicken Bauch zu straffen. Sie müssen die Operation als einen gemeinsamen Versuch von Ihnen und dem plastischen Chirurgen ansehen und sollten Ihr Gewicht bis zum Operationstermin mit Hilfe einer der vielen Spezialdiäten – am wirkungsvollsten ist immer noch ein konsequentes “iß die Hälfte” – reduziert haben.

Operation

Beim Eingriff der Bauchdeckenstrafffung in Vollnarkose wird gewöhnlich die ganze Haut zwischen Nabel und Schambehaarung quer ovalär entfernt. Der vorher ausgeschnittene Nabel wird an seine ursprüngliche Stelle wieder durch die neue Haut des Bauches gezogen, nachdem die abgehobene Haut des Oberbauches (bis hinauf zu den Unterbrustfalten) zu den Schamhaaren hinunter gestrafft wurde. Dies resultiert zunächst in einem stark gespannten Bauch mit einer U-förmigen Narbe, die sich von der einen Leistenbeuge zur anderen zieht und von einem entsprechenden Bikini verdeckt werden kann. Bringen Sie zur Operation Ihren Badeanzug mit, damit die verbleibende Narbe vom Operateur innerhalb dessen verlegt werden kann. Sollte die Muskulatur auch stark gelockert(Rectusdiastase) sein, so wird diese während der Operation im senkrechten Verlauf zwischen Brustbein und Schambein zur Mitte hin gestrafft. Die Narbenbildung selbst ist individuell sehr verschieden, so dass 20% der Frauen ein Jahr lang mit einer geröteten, bis zu 3 mm breiten derben Narbe rechnen müssen. Diese verblasst jedoch in jedem Fall und kann gegebenenfalls später in einzelnen Abschnitten korrigiert werden. In Ausnahmefällen, wenn die Lockerung der Haut der Oberschenkel nur die Vorderseite betrifft, ist es möglich, unter Belassung eines dreieckförmigen Schamhügels gleichzeitig auch die Haut der Vorderseite der Oberschenkel mitzustraffen.

Menstruation

Vor und während der Periode besteht eine Verstärkte Blutungsneigung, welche sowohl die Operationsdauer, als auch das kosmetische Resultat beeinträchtigen kann. Sollte Ihre Periode auf den Operationstermin fallen, so könnte sie medikamentös verschoben werden. Falls Sie zu auffälligen blauen Flecken neigen oder lang anhaltende Blutungen bei Bagatellenverletzungen erlebt haben, sollte eine Gerinnungsstörung durch eine spezielle Untersuchung (großer Gerinnungsstatus) vor der Bauchdeckenstraffung ausgeschlossen werden. Die Einnahme von Schmerzmitteln, z. B. Aspirin oder Rheumamitteln, setzt die Blutgerinnung herab. Um unnötige Blutungen zu vermeiden sollten Sie diese unbedingt, nach Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt, zwei Wochen vorher absetzen!

Narkose

Die 2 bis 3 Stunden dauernde Operation findet in jedem Fall in Vollnarkose statt, die von einem Facharzt für Anästhesiologie durchgeführt wird. Die dafür notwendigen Voruntersuchungen lassen Sie bitte ca. 10 Tage  vorher durchführen. Die Ergebnisse faxen Sie uns bitte 1 Woche vor dem Operationstermin zu.

Nach der Narkose

Die Bauchstraffung findet in jedem Fall, wie die meisten Straffungsoperationen, in Vollnarkose statt, die von einem Facharzt für Anästhesiologie durchgeführt wird und dauert 2-3 Stunden. Die dafür notwendigen Voruntersuchungen sollten ca. 10 Tage vorher vorgenommen werden und die Ergebnisse 1 Woche vor dem Operationstermin an uns zugefaxt werden.

Komplikationen

Da es sich um eine sehr große Wundfläche zwischen den Unterbrustfalten und den Leistenbeugen handelt, ist die Gefahr einer Nachblutung bei der Bauchdeckenstraffung relativ groß. Es kann durchaus sein, dass bei liegenden Drainagen zwei Tage nach der Operation ein kleines Blutgefäß aufgeht und die daraus resultierende Blutung nicht abgesaugt wird. Die entstandenen Blutergüsse müssen dann je nach Ausdehnung entweder punktiert oder der natürlichen Resorption überlassen werden. In Ausnahmefällen kann es zu einem Auseinanderweichen der Operationswunde oder auch einmal zu einer Infektion in diesem Bereich kommen. Eine Sekundärnaht wird dann für einen ausreichenden Wundverschluss oft unumgänglich.

Die Narbenbildung ist von Patient zu Patient sehr unterschiedlich, so dass wir Patientinnen mit Neigung zur starken Narbenbildung raten, einige Monate lang eine Miederhose als Druckverband zu tragen. Sollte sich nach Ablauf eines Jahres zeigen, dass die Narben breit geworden sind, so ist eine ambulante operative Narbenkorrektur angezeigt. Insgesamt sollten Sie sich bewusst sein, dass zunächst eine sehr große Narbenplatte im Bereich des ganzen Bauches entsteht, die zusammen mit der immer vorhandenen postoperativen Schwellung der Haut, den Bauch als Ganzes sehr viel dicker erscheinen lässt. Diese Schwellung kann bis zur Regression der Narbenplatte, d. h. ca. 3 Monate lang anhalten, was sich besonders beim Anlegen von Gürteln oder Hosen bemerkbar macht.

Nach der Narkose

Sie liegen mit einer Knierolle im Bett, damit der Bauch entspannt ist und die Wundränder spannungsfrei verheilen können. Rechts und links liegen meist zwei Drainagen, die das Wundsekret / Restblut über zwei bis vier Tage lang absaugen. Das Wichtigste nach der Operation ist jedoch, dass Sie schon vom Tage der Operation an Ihre Beine und vor allem Ihr Becken gut und häufig bewegen, indem Sie abwechselnd auf der linken und rechten Gesäßhälfte liegen. Die Wundränder werden doppelt und oft auch dreifach mit versenkten Nähten gehalten, so dass sie nicht “aufplatzen” können. Bei Thrombosegefährdeten, d.h. über Fünfzigjährigen mit Krampfadern, sowie Übergewichtigen wird am Morgen der Operation bereits mit einer medikamentösen Therapie (Heparin) zur Vorbeugung einer Thrombose begonnen, die während des stationären Aufenthaltes und für insg. 10 Tage postoperativ fortgeführt wird.

Nachbehandlung1

Nach der Entlassung aus der Klinik, etwa am 4. bis 8. Tag nach der Operation, liegen noch die in der Haut versenkten Nähte im Narbenbereich. Diese Intracutannähte haben den Vorteil, dass später keine Stichkanäle zu sehen sind. Außer mit einem Druckverband, in Form einer kräftigen Miederhose, können Sie die postoperative Schwellung des Bauches wenig beeinflussen. Sie können nach der Entlassung duschen und baden und Ihre sportlichen Aktivitäten 6-8 Wochen nach der Operation in jeder Form wieder aufnehmen. Die anfangs stark geröteten Narben werden im Verlauf der nächsten Monate wieder abblassen, so dass sie ein Jahr nach der Operation in eine endgültige Narbe resultieren. Sollten nach der Entlassung oder Operation irgendwelche Umstände auftreten, die Sie beunruhigen, rufen Sie bitte die Klinik an. Bei weiteren Fragen zur vorhergesehenen Operation können sie sich selbstverständlich jederzeit an uns wenden.

Die Operation wird in Allgemeinnarkose durchgeführt. Die Schnittführung und damit der spätere Verlauf der Narben hängenvom Ausmaß des Hautüberschusses ab. Die Bauchhaut wird samt Fettgewebe von der Muskulatur abgetrennt und bis zum Brustbeinansatz und Rippenbogenrand freigelegt.

Der Nabel verbleibt in der Regel in seiner Position. In den ersten Tagen nach der Operation ist Ihre Beweglichkeit eingeschränkt, d.h. dass Bettruhe unabdingbar ist. Danach wird eine schrittweise Mobilisation durch das Tragen einer Kompressionswäsche unterstützt. Infolge der ausgedehnten Wundflächen kann es neben allgemeinen Komplikationen wie Thrombosen (Blutgerinnseln) oder Embolien, zu Nachblutungen und starker Einlagerung von Wundflüssigkeit (Serom) kommen. Deshalb müssen während der ersten Tage dünne Schläuche (Saugdrainagen) in die Wundhöhle eingelegt werden. Im Bereich der Wundränder sind Störungen der Durchblutung und Heilung nicht auszuschließen. Detaillierte Informationen erhalten Sie in einem ausführlichen Beratungsgespräch.